Eifler Küche – Selbstgemachtes schmeckt am Besten

Die Eifel ist eine Landschaft im äußersten Westen Deutschlands. Lange galt sie auch ökonomisch und politisch als Randgebiet, schon im neunzehnten Jahrhundert sprach man von „Preußisch-Sibirien“. Dieses Bild der von Vulkanen geprägten Region hat sich inzwischen gründlich gewandelt. Die Naturschönheiten der Eifel begeistern Besucher, die die reizvollen Städte inmitten grüner Hügel besuchen und sich an den typischen Fachwerkhäusern der Eifel ebenso freuen wie an der urwüchsigen Natur.

Urwüchsige Natur und kirchliche Tradition

Der Eifelsteig ist ein Wanderweg, der über mehrere Tagesetappen von Nord nach Süd die Schönheiten der Eifel erschließt. Nicht erst seit den Reisebeschränkungen durch Corona ist die Eifel ein Refugium für Trekking-Fans, Naturfreunde und Fotografen. Auch die Klöster üben eine enorme Anziehungskraft aus – nicht nur auf Katholiken, sondern auf alle, die sich für eine Weile vom Treiben der Welt zurückziehen und zur Ruhe kommen wollen.

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Vulkanlandschaft im Herzen Europas

Was nicht jeder weiß: unter der beschaulichen Oberfläche toben Urgewalten. Denn die kreisrunden Laache, die Kraterseen der Eifel, sind Überbleibsel früherer Vulkanausbrüche, die sich wiederholen können. Tief unter der scheinbar unberührten Natur an der Oberfläche schlummert ein sogenannter Supervulkan, der mit gelegentlichen Erdstößen auf sich aufmerksam macht.

Den Vulkanen verdankt die Eifel ihre Mineralquellen – unter den kulinarischen Besonderheiten der Region sind Mineralwässer zweifellos die Nummer Eins, allen voran das bekannte „Gerolsteiner“. Auch vom Bier verstehen die Eifler einiges, kommt doch ein nicht nur in Deutschland beliebtes Pilsner Bier aus Bitburg. Und daheim stellte man früher selbst Apfelwein her, aber auch „Aufgesetzten“ aus saisonalen Früchten.

Kulinarische Leckerbissen aus Deutschlands wildem Westen

Die Küche der Eifel ist, getreu der früheren Armut dieser Landschaft, eine typische Arme-Leute-Küche. Verwendet wurde meist, was man im heimischen Gemüsegarten anbauen konnte, viele Eifler hielten dazu einige Hühner, wer gut dastand, hatte womöglich eine Ziege oder sogar eine Kuh.

Aus einfachen Zutaten entstanden schmackhafte Gerichte wie der berühmte Döppekooche, der Topfkuchen. Hinein kamen Kartoffeln und Zwiebeln, einige Eier, wenn Speck zur Hand war, auch dieser – dann wurde das Ganze vermengt und im Topf im Ofen gebacken. Heute hat der leckere Eintopf Freunde weltweit. Da Kartoffeln eine Grundlage der örtlichen Rezepte sind, ist es wenig verwunderlich, dass die Eifel Kartoffelsalat kennt und schätzt. Der Erpelschloot genannte Salat wird in jeder Familie ein wenig anders und nach eigenen Rezepten zubereitet, oft mit selbst gemachter Mayonaise.

Beliebt sind bis heute sättigende Gerichte wie das Gestampfte aus Kartoffeln und Sauerkraut oder Dicke Bohnen – samt und sonders Speisen, die hart arbeitende Menschen zu schätzen wussten und die noch immer in den Gaststuben der Eifel serviert werden.

Auch eine lokale Version der „Armen Ritter“ kennt die Eifel-Küche – das in Ei gewälzte und dann gebratene Brot war eine Weise, altbackenes Brot zu verbrauchen und daraus eine warme Mahlzeit zu fabrizieren. Wer es sich leisten konnte, etwa zu Sonn- und Feiertagen, schmauste auch einmal mit einem typischen Spießbraten vom Schweinenacken.

Eifel-Küche nachgekocht

Die Spezialitäten aus der Eifel finden immer mehr Freunde – auch dank der Tatsache, dass inzwischen Kochbücher aus dieser Region erhältlich sind. So können Besucher, denen es in Monschau, Gerolstein oder einem der zahlreichen malerischen Dörfer gut geschmeckt hat, zuhause nachkochen, was man in der Eifel serviert. Mit einem praktischen Küchenhelfer wie dem Instant Pot gelingt das noch leichter, denn im Wunderpot werden die Kartoffeln für den Döppekooches oder Erpelschloot in wenigen Minuten gar, und auch Dicke Bohnen sind im Handumdrehen fertig.

Wer rechtzeitig ein paar Flaschen Bitburger kalt gestellt hat, kann es sich auch ohne viel Aufwand im Kreis der Lieben schmecken lassen und dabei einen Toast auf Geschichte und Küche der Eifel ausbringen!